Rund um Münster

Kommt bald Linderung bei der Wohnungsnot? Wohn + Stadtbau will 900 neue Wohnungen bauen

Es werden die beiden größten Projekte in der Geschichte der Wohn + Stadtbau: Auf den beiden Konversionsflächen (ehemalige militärische Liegenschaften, die zur zivilen Nutzung umgewidmet werden) der beiden ehemaligen großen Kasernen – York- und Oxford-Kaserne – sollen 900 neue Wohnungen gebaut werden. Darunter: 550 neue öffentlich geförderte Wohnungen. 670 davon sollen auf dem Gelände der ehemaligen York-Kaserne in Gremmendorf, 230 in Gievenbeck (ehemalige Oxford-Kaserne) entstehen. Ab 2020 soll gebaut werden. Beide Projekte sollen bis Sommer 2023 fertiggestellt werden. Denn: Sonst verfällt der Preisnachlass, den der Bund beim Verkauf der Grundstücke gewährt hat, weil dort Sozialwohnungen entstehen sollen.

Luftaufnahme YORK-Höfe
Die neu gebauten York-Höfe aus luftiger Höhe. Foto: Georg Sommer/Wohn + Stadtbau Münster.

Schon 2018 hat die Wohn- und Stadtbau zugelegt: 241 Wohnungen wurden fertiggestellt, das sind 117 mehr als 2017. Die meisten davon – 191 Wohnungen – wurden mit dem ersten Großprojekt, den York-Höfen auf dem ehemaligen TÜV-Gelände, fertiggestellt. Mit dabei: Eine 4-Gruppen-Kita, 2 Gewerbeeinheiten und 2 Tiefgaragen mit 147 Stellplätzen. Entstanden sind dort ebenso elf neue Apartments für ehemalige Münsteraner Wohnungslose.

Von den 241 Wohnungen sind 120 öffentlich gefördert worden. 59 sind frei finanzierte Wohnungen, 47 sind Eigentumswohnungen und 15 davon frei finanzierte Wohneinheiten in 3 Übergangseinrichtungen für 150 geflüchtete Menschen. 2018 stieg so der eigene Bestand der Wohn + Stadtbau auf 5.846 Wohnungen an.

Die Wohn + Stadtbau hat sich verpflichtet, auch bei den nicht öffentlich geförderten Wohnungen zehn Prozent unter der Vergleichsmiete zu bleiben. Die Nettokaltmiete liegt im Durchschnitt bei einer Miete von 5,73 Euro je Quadratmeter im Monat.

Die Stadt Münster hat sich eigentlich vorgenommen, jährlich 2000 neue Wohnungen zu bauen, davon 300 mit Sozialbindung. Dass die Wohn + Stadtbau nun in ihrer Bautätigkeit zulegt, ist aber nur ein Baustein für dieses Vorhaben. Darüber hinaus muss die Stadt noch viel tun. Insbesondere im sozialen Wohnungsbau. Denn: In Münster fehlen eigentlich über 33.000 Sozialwohnungen, so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung.

Siehe auch:

Wohn + Stadtbau stellt den Jahresabschluss 2018 vor

Jan Große Nobis
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