Rund um Münster

Veranstaltungsreihe des Beirats für kommunale Entwicklungszusammenarbeit: „Armut! Was tun? Münsters globale Verantwortung“

Über 760 Millionen Menschen auf der Welt leben unterhalb der Armutsgrenze. Hunger, Durst und soziale Ausgrenzung sind nur einige Folgen von Armut. Aber auch der Zugang zu Bildung oder Wohnraum ist zahlreichen armen Menschen auf der Welt nicht möglich. Armut verstärkt globale Probleme wie die Zerstörung der Umwelt, ist Auslöser für Flucht und gefährdet den Frieden. Keine Armut, so lautet daher auch das erste Ziel der Nachhaltigen Entwicklungsziele, die die Vereinten Nationen im Jahr 2015 verabschiedet haben. Bis zum Jahr 2030 soll die extreme Armut für alle Menschen überall auf der Welt beseitigt werden. So ist die Situation.

Vertretungen von Gruppen, Initiativen und des Beirates laden zur entwicklungspolitischen Veranstaltungsreihe ein. Foto: Presseamt Münster.

„Keine Armut“ ist das erste und wichtigste Entwicklungsziel der Vereinten Nationen. „Armut! Was tun? Münsters globale Verantwortung“ lautet deshalb der Titel der diesjährigen entwicklungspolitischen Veranstaltungsreihe des Beirats für kommunale Entwicklungszusammenarbeit der Stadt. Rund 30 Gruppen und Initiativen informieren vom 1. Oktober bis 10. November über Ursachen und Folgen von Armut und diskutieren darüber, wie globale Armut beseitigt werden kann.

Nach den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen soll bis 2030 die extreme Armut für alle Menschen überall auf der Welt beseitigt werden. Die Zahl der Menschen in extremer Armut konnte zwar in den letzten Jahren gesenkt werden. Aber immer noch müssen weltweit über 800 Millionen in extremer Armut leben.

„Die Weltgemeinschaft redet viel über Nachhaltigkeitsziele, investiert aber deutlich zu wenig in deren Umsetzung“, so der Beiratsvorsitzende Dr. Kajo Schukalla. „Dies gilt insbesondere auch beim Thema Armut“. Auch Münster als Stadt und Zivilgesellschaft sei bei Fragen der Nachhaltigkeit, der Armutsbekämpfung und dem Einsatz für mehr globale Gerechtigkeit gefordert.

Die Veranstaltungsreihe zeigt an Beispielen, wie ein solcher Einsatz aussehen kann. Der Beirat erläuterte dazu das Programm zusammen mit Vertretungen der beteiligten Gruppen und Susanne Rietkötter von der Beirats-Geschäftsstelle im Amt für Bürger- und Ratsservice.

Zum Auftakt wird am 1. Oktober der Film „Blanka“ gezeigt. Er handelt vom harten Leben eines Waisenmädchens in den Straßen von Manila. Der Vorführung schließt sich eine Diskussion an (18.30 Uhr, Cinema).

In den folgenden Wochen stehen Vorträge und Workshops, Gespräche und Diskussionen, Filme und Tagungen auf dem Programm. Den Abschluss bildet am 10. November eine Poetry-Lesung, die zum Nachdenken, aber auch zum Lachen anregt (19 Uhr, SpecOps).

Das komplette Programm steht online im Stadtportal unter https://www.stadt-muenster.de/ms/armut/ und liegt als Heft in der Münster-Information im Stadthaus 1 aus. (jgn)

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Sperre Redaktion

Gastredakteur bei der Sperre
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