aus dem Magazin

Von Behinderung und Verhinderung von Arbeitslosigkeit

Der Sozialpolitiker und Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling aus Nottuln möchte die relativ günstige Konjunkturlage nutzen, um die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung hatte die sogenannten Eingliederungsmittel für Jobcenter um 40% gekürzt. Und auch Schiewerlings Vorschläge zielen nicht auf finanzielle Mehrausgaben. Im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit, von der offiziell eine Millionen Menschen betroffen sind, machen er und seine Partei CDU u.a. folgenden Vorschlag:

Die sogenannten Integrationsbetriebe, in denen mindestens jeder vierte Beschäftigte eine schwere Behinderung aufweist, sollten auch Langzeitarbeitslose hinzuziehen, um die 25-prozentige Mindestquote zu erfüllen. Sollte sich diese Massnahme bewähren, könne man gleich im Anschluss nach dem Vorbild der Integrationsbetriebe neue nun Sozialunternehmen genannte Einrichtungen schaffen. Dies sei allemal sinnvoller als eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nach der anderen anzuordnen.

 

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Foto: ©Dr.Klaus-Uwe Gerhardt ©www.pixelio.de

 

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahes (SPD) legte bereits 2014 ihr Konzept gegen Langzeitarbeitslosigkeit vor. Schiewerling zeigt sich optimistisch, seine Vorschläge mit sozialdemokratischer Unterstützung in hinzureichenden Gesetzesvorlagen bis Ende des Jahres wiederzufinden.

Christoph Theligmann
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