Rund um Münster

Umbenennung der „Danziger Freiheit“ gefordert

Anlässlich des 80 jährigen Jahrestages des deutschen Angriffes auf die Stadt Danzig und des damit verbundenen Beginns des 2. Weltkrieges will die Friedenskooperative Münster die „Danziger Freiheit“ umbenennen. Dies sei als „Zeichen der Aussöhnung“ mit Polen zu sehen.

Die Linie 2 fährt über die Danziger Freiheit zur Kaserne in Handorf. Foto: Jan Große Nobis.

Die Friedenskooperative Münster begründet ihren Antrag vom 31. Juli 2019 mit der Geschichte der „Danziger Freiheit“:

„Im Mai 1933 übernahmen die Nazis die Mehrheit im Rat der Stadt Danzig und forderten die großen deutschen Städte auf, aus Solidarität und um den Status der Stadt Danzig als Völkerbundsgebiet aufzuheben und diese ‚Heim ins Reich‘ zu holen, Straßen mit der Bezeichnung ‚Danziger Freiheit‘ zu benennen. Die Stadt Münster kam dem im Jahre 1934 nach. Nach Kriegsende wurde dieser Straßenname in vielen deutschen Städten (München 1947) geändert. Münster ist dem bisher nicht gefolgt.“

Die Friedenskooperative fordert deshalb unmissverständlich: „Wir fordern den Rat dazu auf, nicht länger NS-Propaganda im Stadtbild zu dulden und die ‚Danziger Freiheit‘ unverzüglich umzubenennen!“

Verschärfend komme hinzu, dass „sogar der Endpunkt einer Buslinie“ danach bezeichnet werde, „sodass Busse mit dem Slogan quer durch die ganze Stadt fahren“.

Für Anwohner*innen hätte die Umbenennung keine Auswirkung, da die Häuser der Straße mit den Hausnummern der Warendorfer Straße versehen sind.

Daher hat die Friedenskooperative am 31.07. einen Antrag auf Umbenennung gestellt. Der Stadtrat wird am 11. September über den Antrag entscheiden.

Jan Große Nobis
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