Rund um Münster

Schwelender Streit beendet ?

● Lenkt Münster-Tafel ein ? ●

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seit Monaten schwelt der Streit
Münster. In dem seit Monaten schwelenden Streit mit der Ludgerus-Gemeinde über die Ausgabe von Lebensmitteln an Flüchtlinge in Albachten, scheint die Münster-Tafel nun einzulenken.

Die Mitglieder des Vereins haben am vergangenen Sonntag entschieden, in Zukunft niemanden mehr abzuweisen, der Hilfe benötigt, egal welchen Aufenthaltsstatus sie oder er besitzt. Das berichten die Westfälischen Nachrichten am Freitag.

Die Tafel hatte vor einigen Wochen die Belieferung der Ausgabestelle an der Ludgerus-Gemeinde eingestellt, weil die Ehrenamtlichen nicht die im Ort lebenden Flüchtlinge ausschließen wollten, wie von der Tafel verlangt. Flüchtlingsvereine wie die GGUA hatten die Tafel dafür scharf kritisiert, ehemalige Kunden berichteten von selbstherrlichem Gehabe gegenüber den Hilfsbedürftigen.

Die engagierten Christen versuchten zunächst die Verteilung mit privaten Lebensmittelspenden aufrecht zu erhalten und erhielten schließlich überraschende Unterstützung vom Bundesverband der Tafeln in Nordrhein-Westfalen, der das Verhalten seiner Münsteraner Mitglieder rügte. Weil die Münster-Tafel auf stur schaltete, übernehmen seitdem die Tafeln in Senden und Coesfeld die Belieferung der Ludgerus-Gemeinde.

„Wir sind gesprächsbereit und können uns gerne an einen Tisch setzen“, zitieren die Westfälischen Nachrichten Hubertus Schmitte. Der Sprecher der Münster-Tafel hatte in den vergangenen Wochen in der unschönen Angelegenheit einen deutlich konzilianteren Eindruck gemacht als Tafel-Chef Roland Goetz. Als Grund für den Sinneswandel gibt Schmitte an, die Tafel habe inzwischen wieder mehr Lebensmittelspenden zur Verfügung als noch vor vier Monaten, als der Streit mit der Ludgerus-Gemeinde eskalierte. Goetz hatte damals erklärt, der Verein verfüge nicht mehr über genügend Lebensmittel, um auch die Flüchtlinge zu ernähren. Nun freut sich Schmitte über 16 neue Geschäfte, die überschüssige Waffe zur Verfügung stellen.

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ein ernst gemeintes Friedensangebot, oder…. ?

Sein Verein sei jetzt wieder in der Lage, die Ludgerus-Gemeinde selbst zu versorgen, so Hubertus Schmitte in den Westfälischen Nachrichten. Allerdings besteht die Münster-Tafel weiterhin darauf, dass wenigstens einige der ehrenamtlichen Gemeindemitglieder aus Albachten dem Verein beitreten und in der Tafel-Zentrale mithelfen. Es gehe der Münster-Tafel aber auch darum, dass auf dem ganzen Stadtgebiet ein einheitlicher Tafel-Gedanke entstehe.

Ernst gemeintes Friedensangebot oder nur ein geschickter Versuch, die renitenten Albachtener am Ende doch noch unter Kontrolle zu kriegen? Die Gemeindemitglieder wollen sich jedenfalls erst einmal anhören, was die Münster-Tafel anbietet. Seit drei Monaten habe man keinen Kontakt mehr gehabt, erzählt die Chefin des Verteilungsteam der Ludgerus-Gemeinde. „Wenn die Münster-Tafel sagt: Wir brauchen Hilfe, dann sind wir dabei“, so Roswitha Howestadt. Allerdings sei es der Gemeinde wichtig, dass die Flüchtlinge nicht von der Verteilung ausgeschlossen würden. gh