Rund um Münster

Nieberdingstraßenfest: „Wohnraum erhalten!“

Am Samstag, 7. September 2019 lädt die Nieberdingstraße zum 16. Mal zum Tanz. Ab 15:00 Uhr gibt es umsonst und draußen auf der Wiese Live-Musik, Infostände, Kinder-Spaß, ein Kicker-Turnier und leckeres Essen und Trinken.

Der Einladungsflyer zum Fest. Grafik: NieberDing e.V.

Ab 16:00 Uhr geht es auf der Live-Bühne los: Als erstes werden Order 69 aus Münster auftreten, deren blues-lastiger Punk wird den Auftakt auf der Live-Bühne gestalten. Danach wechselt das Programm zu Ska und Reggae von Boomtown Shakedown. Die Gruppe kommt aus Münster und Dortmund. Anschließend gibt es mit der Münsteraner Punk-Band Wutgeschoss zum zweiten Mal Punk. Diesmal ist es klassischer Punk. Im Programm geht es danach weiter mit Metal von Neorite (Münster) und The Urban Turbans mit energiegeladener Mischung aus Balkanswing, Reggaejazz und Off-Beat-Coverversionen. Auf der Live-Bühne wird dann um ca. 24:00 Uhr das Ende der Live-Musik eingeläutet. Das wird aber kein Grund zum Verzagen sein: Dann danach wir DJ Kai (Sputnikhalle) Rock- und alternative Musik auflegen. Natürlich wird es auch wieder im Wäldchen auf dem Dub-Floor wieder Dub von Kunterbunt Soundsystem aus Münster geben.

In den Umbaupausen auf der Live-Bühne wird auf der Schiffsbühne Benjamin Kövener „in seinem Projekt EXCHAMPION seine geheimen Fantasien ausleben“.

Im Innenhof wird Andi Substanz mit seiner Schreibmaschine spontane Texte schreiben. Zu Themen, die aus dem Publikum vorgeschlagen werden. Die Ergebnisse wird Andi dann live performen…

Das Projekt NieberDing

… will Freiräume zum alternativen Wohnen und Arbeiten schaffen. Das Projekt wird oft von stadtplanerischen Ambitionen bedroht: Mal soll da ein Stadion gebaut werden, ein anderes Mal Straßen erweitert werden. Zuletzt kamen Vorschläge auf, dort ein Polizeipräsidium zu bauen.

In ihrer Selbstbeschreibung schreibt der Verein NieberDing e.V.: „Wie gut Grün- und Freiraum, Kultur- und Kunstszene, Wohnen und Dienstleistungen zueinander passen, das zeigt die Nieberdingstraße. Dort befinden sich Wohnungen und Büros Tür an Tür, ebenso wie hier ältere und jüngere Menschen unter gemeinsamen Dächern leben, solche die aus Deutschland und von anderswo kommen, in der Familie, im Beruf, der Ausbildung, Schule, im Kindergarten oder in Rente sind. Das Außergewöhnliche daran: in diesem Teil des Hafenviertels sind die Mieten bezahlbar, was vor allen denjenigen zugutekommt, die finanziell schwächer gestellt sind.“

Weitere Infos: https://nieberdingstrasse.de/.

Einen interessanten Beitrag zum Fest, zur Geschichte und dem Politikum NieberDing gibt es auch im Blog der LEG-Mieter*innen-Initiative: Eine Prise Politik ist natürlich auch dabei – 16. Straßenfest am Nieberding.

Jan Große Nobis
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