Arbeit und Soziales Kinder, Familie & Rente Zum Leben zu wenig

Da fängt eine ganz neue Rechnung an

Nach dem Motto „Gemeinsam geht alles besser“ geht auch alles leichter: mit einer nahestehenden Person. Nur, Alleinerziehende müssen alle Entscheidungen alleine treffen und haben auch aus diesem Grund mitunter und immer häufiger nicht die Möglichkeit, sich ein ausreichendes Arbeitseinkommen zu erwirtschaften. Es ist halt nahezu unmöglich, in einem bezahlten Vollzeitjob zu arbeiten und daneben ein, mehrere Kinder zu erziehen, zu betreuen, helfen erwachsen zu werden. So suchten im vorigen Jahr immer mehr Hilfesuchende die Schuldnerberatungsstellen auf. Dies meldet das Statistische Bundesamt.

Fast jeder zehnte Mensch in Deutschland ist überschuldet. Das sind ca. sieben Millionen Menschen. Den Anteil an alleinerziehenden Väter nennt die Behörde nicht, doch auch sie sind überdurchschnittlich verschuldet. Alleinerziehende Frauen machen 14 Prozent der „Klienten“ aus, die zu einer Beratung kommen, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt nur ca. 5 Prozent.

Die drei häufigsten Gründe für eine Überschuldung sind Arbeitslosigkeit, gefolgt von einem zu geringem Gehalt, als drittes Trennungen. In Pandemie Zeiten hat sich die Situation noch einmal verschärft. Die Verbraucherzentrale NRW teilt mit, dass Schuldnerberatungsstellen erstmals Wartelisten führen müssen bei der Vergabe von Terminen – bundesweit.

Christoph Theligmann
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