aus dem Magazin

Ämterbegleitung

von Rudolf Engbers

Haben Sie das nicht schon einmal selbst erlebt? Ein Termin bei einem Amt (Sozialamt, Arbeitsamt oder Jobcenter) steht an. In dem werden Sie schlecht behandelt, unter Druck gesetzt, falsch oder unvollständig beraten, angeschrien – oder Sie haben einfach nur Angst. Jetzt fehlt ein Zeuge oder eine Zeugin, der oder die auf Ihrer Seite steht und einem hilft, die Sitzung zu überstehen, oder der/die einfach durch seine/ihre Anwesenheit verhindert, dass es überhaupt so weit kommt.

Es ist immer gut, wenn man bei den Gesprächen auf den Ämtern nicht alleine ist. Man sollte eine Begleitperson dorthin mitnehmen, denn dann erlauben sich manche Sachbearbeiter*innen keine Unverschämtheiten.
Wenn Sie niemanden kennen oder vielleicht gerade kein Mensch ihres Vertrauens ansprechbar ist zu der Zeit, wenn der Termin auf dem Amt ansteht, dann rufen sie doch bei uns im MALTA frühzeitig an (Tel. 0251-4140553). Wir versuchen dann, eine Amtsbegleitung für Sie zu organisieren.
In einem solchen Fall ist es meistens so, dass man sich zirka eine halbe bis eine viertel Stunde vor dem Amt trifft, um sich kennenzulernen und ein kurzes Gespräch über die Sachlage zu führen. Im Sprechzimmer des Amtes stellt sich die Begleitperson kurz vor und ist bei dem Gespräch dabei. Sollte der/die Begleiter*in etwas sagen, was nicht in ihrem Interesse ist, dann widersprechen Sie einfach, und alles ist gut.
Um die Atmosphäre aufzuheitern, kann man versuchen, Verständnisfragen zu stellen oder sogar die Raumgestaltung des Zimmers zur Aufheiterung des Gesprächs mit einzubeziehen.
Sollte das Gespräch einmal eskalieren, kann die Begleitperson vorschlagen, das Gespräch abzubrechen, einen neuen Termin zu machen und hinterher zu überlegen, welche Maßnahmen im Anschluss sinnvoll sein könnten.