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Arbeitslosigkeit kann durch Wachstum nicht mehr abgebaut werden Drucken

Interview mit Heinz-J. Bontrup

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

• Nur mit einer Verkürzung der Arbeitszeit lasse sich die hohe Erwerbslosigkeit reduzieren, sagt der Ökonom Heinz-J. Bontrup von der FH Gelsenkirchen und Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik. Solange eine Verkürzung nicht größer sei als das 
Produktivitätswachstum, würde sie Arbeit auch nicht teurer machen. 
 

Frage: Hat die Bundesregierung den richtigen Weg eingeschlagen, um aus der Finanzkrise herauszukommen?
Bontrup: Die Kurzarbeit hat geholfen. Mit den beiden Konjunkturpakten wurden grundsätzlich richtige ­Schritte unternommen, aber sie waren nicht richtig strukturiert und vom Volumen nur halbherzig. Daher wird der Konjunkturaufschwung, der jetzt zaghaft beginnt, auch nicht hinreichend sein. Auch die Arbeitsmärkte werden sich nicht durchgreifend erholen, die Massenarbeits­losigkeit wird nicht verschwinden.

Wie lässt sich die Arbeitslosigkeit abbauen?
Wir brauchen drei Elemente: Eine kollektive Arbeitszeitverkürzung, einen öffentlichen Beschäftigungssektor und eine expansive Finanzpolitik.

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Interview mit Reinhold Strunck-Erpenstein Drucken

Reinhold Strunck-Erpenstein, Leiter Bundesagentur für Arbeit in Münster

Seit dem Sommer 2009 leitet Reinhold Strunck-Erpenstein die Agentur für Arbeit in Münster. Diese Position hatte er vorher 14 Jahre in Rheine ausgeübt. Der "Sperre" gab er folgendes Interview:

Guten Tag, Herr Strunck-Erpenstein.
Sie haben in diesem Jahr die Geschäftsführung in Münsters  Agentur für Arbeit übernommen. Bislang haben Sie die Agentur in Rheine geleitet, da ist Münster für Sie doch sicher anders.

Strunck-Erpenstein: Ja, in Rheine hatte ich mit ländlichen Strukturen zu tun, Münster ist Oberzentrum. In Rheine überwiegt der mittelständische, gewerbliche Bereich. Da hatten wir viel mit der Krise zu tun, Beispiel Karmann. Münster hat einen stabileren Arbeitsmarkt durch andere Schwerpunkte, wie  Gesundheit, Verwaltung, Dienstleistungen. Im SGB II-Bereich bin ich in Rheine eher begleitend tätig gewesen, als Mitglied des arbeitsmarktpolitischen Beirats, in Münster dagegen  habe ich die  Arbeitsgemeinschaft („Arge“)  mit zu steuern.

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